Nach rechtzeitiger Planung und Reservierung unserer Unterkunft durch Sportfeund Frank Laaser machte sich eine kleine Seniorentruppe des RSV Sonneberg, die sogenannten Genussradler, auf den Weg zur Fränkischen Seenplatte.

Die Anfahrt mit eigenen PKW’s erfolgte am 12.06.2018 mit dem Ziel Pleinfeld, Gasthof „Zum Blauen Bock“ , wo unser Sportfreund Dieter Hartleb nacheinander alle seine Genussradler-Fans und deren Angehörige begrüßen konnte.

Schnell waren alle Zimmer im Gasthof bezogen, eine kleine Stärkung eingenommen und schon waren sich alle einig, angesichts des schönen Wetters gleich eine erste Ausfahrt zu unternehmen.

Um 13:00 Uhr starteten wir dann zu einer Umrundung des Großen Brombachsees.

Auf sehr gepflegten Radwegen, lernten wir alle Anlegestellen der Seeschifffahrt und deren gastronomischen Einrichtungen kennen. Zum Glück erreichten wir ein solches Seecafe kurz vor einem heran nahenden Gewitter, so dass wir die Rückfahrt zum Gasthof nicht durchnässt antreten mussten.

Nachdem wir also die ersten 22 km herunter gekurbelt hatten, entschieden wir uns, abends im Gasthof Buckl einzukehren, der ein reichhaltiges und preiswertes Speisenangebot führte.

Der nächste Tag begrüßte uns nach dem Gewitter des Vortages mit einem extremen Temperatursturz auf nur noch 13 grad, was uns aber nicht davon abhielt, nach einem ordentlichen Frühstück die Tour nach Gunzenhausen, einem Nachbarstädtchen mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten, anzutreten.

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel und Einkehr im „Cafe an der Stadtmauer“ traten wir den Rückweg an, aber auf einer abweichenden Route, um zunächst den am Stadtrand gelegenen Altmühlsee anzusteuern, dann ging es weiter in Richtung Kleiner Brombachsee bis zum Großen Brombachsee, alles in allem sind bis zur Unterkunft ca. 50 km zusammen gekommen.

Der Abend klang dann wieder im Gasthof und Metzgerei Buckl aus, wo schon am Vortag die Große Schlachtschüssel angekündigt wurde. Alles war natürlich wieder sehr lecker!

Für den nächsten Tag, den 14.06. nahmen wir uns die in etwa 12 km Entfernung gelegene Kreisstadt Weißenburg vor.

An der Strecke liegt auch noch ein weiteres Städtchen, Ellingen, mit einem riesigen Barockschloss direkt am Ortseingang. Das weckte gleich unser Interesse und schnell fand sich eine nette Museumsangestellte, die für uns eine extra Führung übernahm. Wir erfuhren dort, dass die Geschichte des Schlosses bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht, wo dieses als Burg des Deutschen Ordens gegründet wurde. Nach vielen Besitzwechseln und Umgestaltungen ist es jetzt als Barockschloss erhalten geblieben, wovon wir uns nach dem Besuch der Schlosskirche und anschließend auch nach Besichtigung der Wohn- und Aufenthaltsräume der früheren Schlossherren überzeugen konnten.

Gegen Mittag waren wir dann in Weißenburg angelangt, einer Stadt mit einem großen historischen Altstadtkern und vielen Sehenswürdigkeiten. Dort ging jeder seinen eigenen Entdeckungen nach, aber die meisten besuchten das Römische Museum. Dort konnte man viel über den Limes erfahren, der Grenzlinie zwischen dem Römischen Reich und Germanien, denn alle Nachbarstädtchen, die wir kennen lernten, waren ursprünglich als römische Festungen gegründet wurden zur Versorgung der an Grenze stationierten römischen Soldaten. Man konnte also sehr viel über die damalige Kultur und Lebensweise erfahren.

Auf der Rückfahrt hielten wieder am Schloss Ellingen an, aber diesmal zu einer Kaffepause am gegenüber liegenden Fürstlichen Brauereigasthof, wo es außer selbst gebrautem Bier auch guten selbst gebackenen Kuchen gab.

Wieder in Pleinfeld angelangt, hatten wir dann ca. 30 km zurück gelegt. Der letzte Abend klang dann im Biergarten des Kastanienhofes bei einem guten Abendessen aus.

Nach einem abermals reichhaltigem Frühstück traten wir am 15.06.2018 die Rückreise ins ca. 190 km entfernte Sonneberg an.

Hans-Jürgen Eckert