Radsport Sonneberg

10200hm und 420km in 7Tagen von Mittenwald nach Riva über die Alpen mit dem MTB

 

Die Route:          

Mittenwald-Imst – Sur En – Sta. Maria – Sta.Caterina – Dimaro – Lomaso – Riva

Die Idee entstand im Spätsommer 2012 und war als Rennrad-Alpencross gedacht. Bei der Suche nach Anbietern im Internet, stieß ich auf den DAV Summit Club. Dieser Ableger des DAV bietet Radtouren in allen Versionen mit allen Rädern auf der ganzen Welt an. Im November fiel die Entscheidung für eine MTB-Tour. Fehlten nur noch 3 Dinge: ein Mountainbike, eine brauchbare Fitness und eine für diese Tour geeignete Fahrtechnik. Das erste lässt sich in jedem Fahrradladen kaufen. Das zweite stellte schon eher ein Problem dar. Da die Teilnahme am SonneBerg-Preis sowieso geplant war, schuf die Vorbereitung auf unser Rennen eine gute Basis in Sachen Kraft und Kondition. Als drittes musste noch der Umgang mit dem Rad im Gelände geübt werden. Die schneefreie Zeit von Dezember bis Mitte Januar war optimal für das Training von Technik und Balance in den Wäldern zwischen Grümpen, Rauenstein und dem Bless . In der langen Schneeperiode bis Ostern bot sich Techniktraining in der Doppelgarage an. Mitte April und im Mai nahm ich an Fahrtechniktrainings im Fichtelgebirge und in Lengries teil. Unter sachkundiger Anleitung und in einer Gruppe entwickelte ich mehr Sicherheit und auch Mut. Der Panikgriff an der Bremse wurde im Laufe der Zeit lockerer, und die Angst vor Geschwindigkeit und Schräglage geringer. Aber entscheidend für das erfolgreiche Überqueren der Alpen waren die vielen Trainingseinheiten auf dem Rennrad im Verein und die wertvollen Hinweise der erfahrenen Radrenner Joachim und André. Auch die motivierenden Sätze von Horst Werner ( Du söllst kscheid drainier… Bist da schö hiegfalln? ) trugen einiges zum Erfolg bei.

Die Länge und Steilheit der Anstiege lässt sich bei uns nur begrenzt trainieren, aber auf mentale Belastungen dieser Art kann man sich nicht einhundertprozentig vorbereiten. Selbstvertrauen und ein gewisses Maß an Sturheit sind sehr hilfreich. Zur Belohnung erhält man atemberaubende Abfahrten auf herrlichen Trails und Schotterwegen. Beim Hinabgleiten auf der scheinbar unendlich langen Serpentinenstraße noch Bormio kam sogar ein bisschen Rennradfeeling auf.

Annette Liebermann

Übrigens Werner: Nur 2 Stürze in 7 Tagen. Ich lerne das schon noch mit dem Fahrradfahren.