Radcross –auf der Galopprennbahn

Radcross –auf der Galopprennbahn

Crossradfahren oder auch Querfeldein mit dem Rennrad beginnt da, wo es anfängt für das Mountainbike zu schlammig und schwer zu werden. Keine Hürde zu hoch, kein Berg zu steil, keine Wiese zu nass oder der Schnee zu tief. Hier ist Kraft, die allgemeine Athletik, Ausdauer und exzellente Radbeherrschung gefragt.

Für macheinen Spezialisten die Jahreszeit und Sportart, auf die er das ganze Jahr hin trainiert, für Andere das ergänzen einer erfolgreichen Sommersaison.

Franz Leon Schuchmann, Juniorenfahrer des RSV Sonneberg, hat es sich in den Kopf gesetzt,  wie jedes Jahr ein paar Crossrennen zu fahren und da die Deutsche Meisterschaft im Radcross fast vor der Haustüre ist (Landkreis Hof) auch dort mehr oder weniger erfolgreich teilzunehmen, sofern es der reguläre Trainingsplan hergibt.

Um dort jedoch einen guten Startplatz zu bekommen, muss man nicht nur Crossrennen fahren, sondern sich entsprechend in der Deutschen Cup Serie behaupten und damit weite Wege auf sich nehmen.

Während die Letzten Straßenrennen zu Ende gehen, fand auf der Galopprennbahn in Hamburg Horn der 1. Lauf des Deutschlandcups statt. Auf einem technisch Anspruchsvollen Kurs im Zick Zack über die Galopprennbahn, über Hügel, Treppen und Hindernisse versuchte auch der Sonneberger Franz Leon  sein Glück. Hier musste er sich eingestehen, dass es nicht damit getan ist, gut Radrennen zu fahren und das entsprechende Material zu haben, sondern auch auf dem Rad das richtige Know How im Gelände zu besitzen. Wertvolle Meter wurden mit jeder Kehre, jedem Abbremsen, neu Antreten und jedem Hindernis verloren, welche auf den kurzen Zwischenstücken immer wieder gut gemacht werden mussten.  Bereits der Start erwies sich als heikel, startete er doch von den hinteren Reihen und ein vorbeikämpfen auf dem schmalen Kurs ist fast unmöglich. Ein Gewaltakt in der ersten Runde sicherte ihn schon mal einen Platz in der ersten Gruppe, hier machte sich nur der Deutsche Cross Meister Ludwig Cords aus Hamburg auf und davon. Platz 2. war also bis zum Schluss noch offen. Diese Aktion kostete jedoch, neben den einen oder anderen Sturz wichtige Kräfte im 40 Minuten Rennen.

Anfangs etwas enttäuscht über den abschließenden 7. Platz, doch im Nachgang top motiviert für die nun kommenden Rennen.